Über
   
  Aufbauend auf dem European ChemSex Forum 2016, einer vorbereitenden Veranstaltung zur Informationssammlung und Vernetzung, wird das 2. European ChemSex Forum konkrete Aktionen auf lokaler Ebene fordern um strategisch Ressourcen für ChemSex-Hilfeleistende zu bieten. Gemeinsam werden wir eine Plattform entwickeln, die sich am internationalen, sektorübergreifenden und multidisziplinären Dialog über ChemSex – definiert durch den Konsum von bestimmten Drogen ("Chems") im sexuellen Kontext – beteiligt. Weiterhin wollen wir dadurch eine koordinierte Beantwortung von Fragen zu ChemSex an den Schauplätzen ermöglichen, an denen die mit ChemSex in Verbindung stehenden negativen Folgen ein Problem darstellen, unabhängig ihrer Größe oder ihrem Einfluss.

Einige klare Leitsätze werden dem 2. Forum zugrunde liegen:

  1. Der Fokus des Forums liegt auf problematischem ChemSex, nicht den Gebrauch von Drogen und Sex an sich. Problematischer ChemSex als solcher wird durch die Interaktion des Individuums mit Seinesgleichen sowie dem Hilfeleistenden definiert.
  2. Die Organisatoren der Konferenz erkennen an, dass zahlreiche negative Folgen in Verbindung mit ChemSex stehen, darunter HIV, Hepatitis und Co-Infektionen, sexuell übertragbare Krankheiten, Überdosierungen, Depressionen sowie Vergewaltigungen und Todesfälle. Unsere Arbeit soll sich in aller Offenheit mit diesen Folgen befassen, jedoch keine Verallgemeinerungen über Drogenkonsum oder Sexualverhalten treffen.
  3. Die Aktivitäten des Vor-Forums sowie das Forumsprogramm werden sich auf 3 Arbeitsschwerpunkte richten: das Ansprechen auf Therapien, die Teambildung und das Beschaffen von Informationen.

Während ChemSex-Hilfeleistende sowie betroffene Dienstleistungs-und Pflegeanbieter in wichtigen Städten Europas bereits konkrete Maßnahmen auf ChemSex-Trends ausgelöst haben, konnte die Reaktion auf ChemSex im Allgemeinen nicht mit dessen wachsendem Einfluss in ganz Europa schritthalten. In Städten mit "ausgereiftem" ChemSex wie London, Paris und Amsterdam wird bereits an gemeinsamen Lösungen durch die Gemeinschaft sowie den Gesundheitsdiensten gearbeitet. In anderen Städten, in denen ChemSex und dessen negative Folgen bisher noch nicht vollständig als normaler Teil des Lebens der homosexuellen Gemeinschaften anerkannt werden, ist dies jedoch noch nicht Fall.

Das Forum dauert drei Tage, beginnend mit einem Schulungstag für bis zu 70 Mitarbeiter der Europäischen Region der WHO, einschliesslich Zentralasien sowie dem Kaukasus, gefolgt von zwei Tagen mit Präsentationen und Diskussionen für bis zu 250 Teilnehmer.

Der Schulungstagstag wird aus Plenarsitzungen zu ChemSex-Drogen und sexuellen Erfahrungen, Risikobewertungen, Modellen der Verhaltensänderung und sicherem Injizieren sowie einer Einführung in Motivierende Gesprächsführung bestehen. An den folgenden zwei Tagen wird über das Ansprechen auf Therapien berichtet, es werden aktuelle Daten zu problematischem ChemSex dargestellt und es wird Workshops zur multidisziplinären Teambildung und Informationsbeschaffung geben.

Das Forum wird Präsentationen, Diskussionsrunden, Workshops sowie die Austellungen von Postern einschliessen, die es den Teilnehmern erlauben soll sich an einem intensiven Informationsaustausch zu beteiligen. Auf die Position der Gemeinschaft und der Dienstleister wird an eigenen Informationsständen hingewiesen. Abendveranstaltungen, die die europäische Position zu ChemSex demonstrieren sollen, werden an drei Abenden stattfinden.

Gegen Ende des Forums sollten die Teilnehmer folgendes haben:

  • Ein besseres Verständnis von den Vorteilen einer Reihe therapeutischer Effekte.
  • Die Hilfsmittel um die Teambildung und Team-Mitglieder unter den lokalen Bedingungen zu entwickeln oder zu verbessern
  • Die Hilfsmittel um die Informationsbeschaffung entsprechend der lokalen Bedingungen zu entwickeln oder zu verbessern

Über die Aktivitäten des Forums sowie die damit in Beziehung stehenden Aktivitäten wird, zusammen mit der Auswertung des Forums, in einem Forumsbericht ausführlich berichtet und online auf dem European ChemSex Forum groups.io veröffentlicht.

Wer sollte teilnehmen?
Wir ermutigen eine breite Palette von Teilnehmern: Frontline-Personal und Sexualgesundheitspersonal; Gemeinschaftsorganisationen, Drogen- und Beratungsdienste; politische Entscheidungsträger, Gesundheitskommissare und Gemeindeleiter; Menschen, die Chems, Service-Nutzer und Community-Aktivisten nutzen; Forscher, Freiwillige und Mitglieder der Gemeinschaft, einschließlich ethnischer Minderheiten, Transsexuelle und nicht-binäre Menschen, Migranten, Sexarbeiter usw.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Die Teilnehmerplätze sind jedoch begrenzt, weshalb eine Registrierung nicht automatisch einen Platz garantiert. Ziel der Organisatoren ist es, dass auf dem Treffen eine große Bandbreite geografischer Herkünfte als auch Fachgebiete repräsentiert ist.

Stipendienfond des Forums
Wir freuen uns die diesjährige Gründung eines Stipendienfonds für das Forum bekanntgeben zu können. Der Fonds wird finanzielle Mittel für den Ausgleich der Reise- und Aufenthaltskosten für russischsprachige Podiumsgäste und Teilnehmer sammeln, die sich sonst nicht leisten könnten am Forum teilzunehmen und somit die Teilnahme aus Osteuropa, Zentralasien sowie dem Kaukasus zu fördern


     
     
     
           
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